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Ostereier natürlich färben-ein Experiment

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Beschäftigt man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ostern, bleibt man recht schnell beim Thema "Eier färben mit natürlichen Mitteln" hängen. Ein wirklich schönes DIY Projekt wie ich finde und deshalb dachte ich mir, ich probiere es einfach mal aus. Was ich gemacht habe und ob es funktioniert hat, erfahrt ihr in diesem Magazinbeitrag.

Angefangen habe ich erstmal mit einer ausführlichen Internetrecherche. Ich verlinke euch gern unter dem Beitrag die Websites, an denen ich mich orientiert habe. Ich habe eine Menge Informationen gesammelt und mich letztendlich für die folgenden vier natürlichen Eier-Färbemittel entschieden:

 

• Kurkuma für gelbe Eier

• Rotkohl für eine blaue Färbung

• Spinat für ein leichtes Grün

• Holunderbeerensaft für einen Rotton

 

Mit meinem Plan ging es dann zum Supermarkt. Bis auf den Holunderbeerensaft habe ich auch direkt alle Zutaten zum Eier färben gefunden. Als Alternative zur Holunderbeere habe ich mich dann für Traubensaft entschieden. Im Nachhinein betrachtet, war dies jedoch keine so gute Idee... aber dazu komme ich später.

 

Dann konnte es endlich losgehen. Den Rotkohl habe ich in große Stücke geschnitten und zum Kochen in einen Topf mit Wasser gegeben. Den Spinat gab ich einfach so in einen Topf mit Wasser. Vom Kurkumapulver habe ich ungefähr die halbe Packung in Wasser aufgekocht, aber es hätte auch weniger sein können, weil sich nicht das ganze Pulver aufgelöst hatte. Auch der Traubensaft wurde ganz einfach im Topf aufgekocht.

Ich habe das Ganze ungefähr 30 Minuten kochen lassen. In der Zwischenzeit entfernte ich die farbigen Stempel der Eier mit etwas Essig, damit man sie nicht durch die Farbe durchsieht. Nach Ablauf der 30 Minuten sammelte ich den Rotkohl aus dem nun dunkel gefärbten Wasser, das sehr vielversprechend aussah. Ich entschied mich, den Spinat weiter im Wasser zu lassen, weil dies kaum Farbe angenommen hatte. Dann kippte ich einen guten Schuss Essig zu jedem Sud, da die Eier so die Farben wohl besser aufnehmen sollen. Anschließend legte ich die Eier in das kochende Wasser (Wobei mir bei meinem Glück natürlich direkt zwei zerbrochen sind, aber Missgeschicke können hier jedem mal passieren!) und ließ sie dort für circa 10 Minuten. In dieser Zeit drehte ich sie mehrmals, um die Farbe möglichst gleichmäßig zu verteilen.

 

Da das "Spinat-Ei" nach dieser Zeit leider immer noch schneeweiß aussah, entschied ich mich dazu die Eier noch länger in den natürlichen Färbemitteln ziehen zu lassen. Um die Eier dabei nicht steinhart und ungenießbar zu kochen, nahm ich die Töpfe von den Herdplatten und legte die Eier in verschiedene Schüsseln. Ich übergoss die gekochten Eier einzeln mit dem farbigen Sud und ließ alles noch ein wenig weiter einziehen.

 

Jetzt zum Thema Taubensaft: Diesen hatte ich nur kurz heiß kochen lassen und dann das Ei hineingelegt. Statt einer gleichmäßigen Färbung wurde dieses Ei aber sehr gesprenkelt. Und als ich es aus dem Sud herausholte, hat es zudem noch stark geklebt. Der Zucker im Saft hat mir also einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich kann aber nicht wirklich sagen, was ich in diesem Fall noch anders hätte machen sollen. Den Traubensaft kann ich demnach leider nicht als natürliches Färbemittel für Ostereier empfehlen.

Im Fall der "Kurkuma- und Rotkohl-Eier" hat das schon viel besser geklappt! Diese habe ich einfach nach einiger Zeit aus den Schüsseln genommen, als mir die Farbe gefallen hat. Wichtig ist, dass ihr das Rotkohl Ei entweder nur mit dem Löffel anfasst oder einmal komplett abreibt. Da befindet sich ein kleiner Film drauf, der nach kurzer Zeit aber fest wird. Ich habe das Ei jedoch mit meinen Fingern angefasst und einen hellen Streifen hinterlassen. Das Spinat-Ei war immer noch weiß und so habe ich beschlossen, es einfach mal kurz in das Rotkohlwasser zu stecken. Am Ende musste ich die gefärbten Ostereier nur noch etwas trocknen lassen. Und fertig waren meine natürlich gefärbten Ostereier!🐰🎨🥚

Kleiner Tipp: Zum Trocknen stellte ich die Eier auf ein Stück abgeschnittene Klopapierrolle.

 

 

Kleines Fazit: Kurkuma und Rotkohl haben wirklich hübsche, kräftige Färbungen auf den Eierschalen ergeben und ich würde diese zwei Zutaten jederzeit wieder zum Färben verwenden (auch wenn es eine ganz schöne Sauerei war). Den Spinat und den Traubensaft hingegen kann ich nicht als natürliches Färbemittel für Ostereier empfehlen.

Der Stil meiner gefärbten Eier ist nun relativ schlicht. Ich habe aber auch ganz viele Tipps gesehen wie man vorgeht, wenn man sie etwas auffälliger gestalten möchte: Malt man vorher zum Beispiel etwas mit Zitronensaft auf das Ei, nimmt es an diesen Stellen die Farbe schlechter auf. Das ergibt dann am Ende bestimmt recht kreative Muster. Man kann aber auch ganz viele Gummis um das Ei spannen und es damit ins Wasser legen. So ergeben sich ebenfalls Muster. Wer die Ostereier gerne passend zu einer blumigen Frühlingswiese gestalten möchte, kann hierfür ein Blatt oder eine kleine Blume mit einer Feinstrumpfhose am Ei befestigen. Die Farbe dringt zwar durch die Fasern der Strumpfhose, aber am Ende bleibt es dort, wo die Blume lag, ungefärbt.🌼

Das war also mein persönliches Erlebnis zum Projekt "Eier färben mit natürlichen Mitteln". Ich muss sagen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich glaube, dass man das auch mit Kindern prima machen kann - vor allem weil hierbei alles natürlich ist und man sich keine Gedanken um giftige Farbstoffe machen muss. Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen, ein wenig herumzuexperimentieren, so wie ich. Schreibt gern in die Kommentare, ob ihr auch schon mal "natürlich Eier gefärbt" habt und wie das so geklappt hat... ich bin sehr neugierig! 😉 Ihr könnt eure eigenen Versuche auch gern auf Instagram oder Facebook teilen und kilenda auf den Beiträgen verlinken.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen! 💕


Links zu den Seiten, an denen ich mich orientiert habe, findet ihr: hier, hier und hier

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